Historisches Schiffsmodell - Wappen von Hamburg

   

Schiffsmodell WAPEN VON HAMBURG 1667

    

Maßstab 1 : 50, Länge 104 cm, Breite 47 cm, Höhe 96 cm
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Geschichtlicher Hintergrund der WAPEN VON HAMBURG


Das Deutsche Reich war im 17. Jahrhundert war wegen seines nur lockeren Verbands und seiner Machtlosigkeit zur See nicht in der Lage, seinen Handelsschiffen einen Schutz durch ein organisiertes Geleitwesen zu bieten. Insbesondere im Mittelmeer stellten die schnellen und wendigen Schiffe der nordafrikanischen Korsaren eine Gefahr dar.


Als Hamburg in den Jahren 1662 - 1667 insgesamt 13 Handelsschiffe an Piraten verlor und damit die Schiffahrt der Stadt fast zum Erliegen kam, beschloß die Bürgerschaft 1667, zwei starke Kriegsschiffe als "Convoyschiffe" zu bauen. Es waren die Leopoldus Primus und die WAPEN VON HAMBURG.
Die Leopoldus Primus unternahm 33 große Fahrten, bis sie 1705 abgewrackt wurde.


Die WAPEN VON HAMBURG wurde auf der Werft am Deichtor in Hamburg von einem holländischen Schiffsbaumeister erbaut. Lange Beratungen und Verhandlungen verzögerten den eigentlichen Arbeitsbeginn bis zum Frühjahr 1667, als endlich mit der Kiel gelegt wurde. Die Holzarbeiten wurden 1668 beendet. Anschließend wurden die Geschütze installiert. Das Schiff konnte dann 1669 in Dienst gestellt werden.
Die Verzierungen und Skulpturen wurden unter der Leitung von Christian Precht angefertigt.


Ab 1669 diente das Schiff als Geleitschiff für Handelsfahrten nach Malaga, Cadiz, Lissabon und im Norden bis Spitzbergen. Im Oktober 1683 brach auf der Fahrt nach Cadiz aus unbekannter Ursache im Bug des Schiffes ein Feuer aus, das sich schnell über das ganze Schiff ausbreitete. Während die Mannschaft verzweifelt zu löschen versuchte, erreichte das Feuer die Pulverkammer und verursachte eine verheerende Explosion, die das Schiff zerstörte. Admiral Berend Jacobsen Karpfanger, 42 von 170 Mann der Mannschaft und 22 von 50 Soldaten fanden den Tod. Die Leiche des Admirals wurde mit einer großen Zeremonie auf dem Fremdenfriedhof an der Küste von Puntales, Cadiz beerdigt.


Am Grabmal errichtete König Karl II. von Spanien ein Monument zu Ehren des Admirals. Es stand 125 Jahre bis 1808, dann wurde der Friedhof durch die Franzosen beseitigt, weil man Platz für die Erweiterung der Festung brauchte.


Als Ersatz für die erste WAPEN VON HAMBURG wurde in den Jahren 1686 und 1687 eine neue, zweite Wapen von Hamburg gebaut, die bis 1719 genutzt wurde.


Am 12. November 1720 war der Stapellauf des dritten Schiffs dieses Namens, der Wapen von Hamburg (III).  Es  existiert hiervon noch  ein zeitgenössisches Werftmodell im Maßstab 1 : 16, das im Museum für Hamburgische Geschichte besichtigt werden kann.


Angaben zur Historie der drei Schiffe, Pläne und Fotos des Werftmodells sind enthalten in dem Buch von Heinrich Reincke und Bernhard Schulze,  "Das Hamburgische Convoyschiff Wapen von Hamburg III", Arbeitskreis Historischer Schiffbau e.V., Köln und Museum für Hamburgische Geschichte, ISBN 3-931874-00-2, Weyers Druck, Brilon 1998.


Auf dieser Webpage wird bei der Benennung der Dateien die heutige gebräuchliche Schreibweise "Wappen von Hamburg" genutzt, damit die Suchmaschinen diese Seite leichter finden. Der historisch korrekte Name des Schiffes ist jedoch in der damaligen Schreibweise "Wapen von Hamburg".

 

 
Das Schiffsmodell: Beschreibung, Fotos und Maße

 
Das Modell im Maßstab 1 : 50  hat eine Länge von 104 cm, eine Breite von 47 cm und eine Höhe von 96 cm. Das Modell steht lose in dem Ständer, ist jedoch mit zwei Bolzen im Kiel fixiert. Die Brücke über der Kuhl kann herausgenommen werden für einen genauen Blick auf das Boot und die Kanonen.

  
Dieses exzellent ausgeführte und mit viel Liebe zum Detail gebaute Schiffsmodell der WAPEN VON HAMBURG läßt die Rumpfform sowie die umfangreiche Takelage und Bewaffnung voll zur Geltung kommen. Es ist ein sehr eindrucksvolles Modell, das bei über 13 Jahren Bauzeit (mit Unterbrechungen) in rund 8000 Arbeitsstunden entstand. 

 

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