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Schiffsmodell arabische Schebecke
Dieses ist ein Modell einer arabischen Schebecke aus dem 18.
Jahrhundert. Schebecken waren ursprünglich arabische Konstruktionen; ein
Segelschiffstyp, der wegen seiner Schnelligkeit häufig von den
nordafrikanischen Korsaren im 18. und 19. Jahrhundert zu Kaperzwecken
und Plünderungen im Mittelmeerraum genutzt wurde.
Die Berberstaaten jener Zeit waren weitgehend autonome Außenposten des
Osmanischen Reiches und griffen die Schiffe der Handelsmarinen von jenen
Nationen an, die nicht wie England und Frankreich über starke
Kriegsmarinen verfügten. Hierzu zählte in den 1790er Jahren auch die
US-Marine, von deren umfangreicher Handelsflotte nach 1793 sich kaum
noch Schiffe im Mittelmeer sehen ließen. Von 1801 - 1805 fand sich die
junge US-Marine im Kampf mit den Berberfürsten von Tripolis, Tunis und
Marokko. 1803 verlor sie dabei die Fregatte Philadelphia, die bei der
Verfolgung eines Korsarenschiffs vor dem Hafen von Tripolis auf Grund
lief und als Prise aufgebracht wurde.
Die Schebecken gehörten mit ihrem ausgeprägten schlanken und
strömungsgünstigen Schiffskörpern zu den schnellsten und wendigsten
Schiffen des Mittelmeers im 17. bis 19. Jahrhundert. Als Besatzung waren
300 – 400 Mann an Bord, die Bewaffnung bestand aus 16 – 24 Kanonen.
Frederik Henrik af Chapman hat in seinem Werk "Architectura Navalis
Mercatoria", das 1768 in Stockholm erschien, eine 50 m lange algerische
Schebecke abgebildet (Pl. LVIII, No. 17, siehe "Nachdrucke historischer
Bücher ..." in der
Literaturliste).
Dieses Schiffsmodell einer arabischen Schebecke aus dem 18. Jahrhundert
ist ein Sinnbild für die
Eleganz im Schiffbau und ein Symbol überaus erfolgreicher arabischer
Schiffsbaukunst.
Auf der Weltmeisterschaft der Schiffsmodelle 1998 in Gdansk hat das
Modell in der C-Klasse (= historische Standmodelle) eine Silbermedaille
gewonnen. Sein Erbauer, H. Grodzicki, hat alle Elemente (ausgenommen die
Kanonen) in Handarbeit selbst erstellt. Die Arbeitszeit für das Schiff
betrug 820 Stunden. Die verwendeten Holzarten sind: Abachi, Nußbaum,
Ahorn, Birne, Kokosnuß-Holz, Ramin, Ebenholz, Linde, Rotbuche, Bambus,
Eibe, Macore, Eiche, Mahagoni, Tanne, Buche-Biegeholz, Esche, Buchsbaum
und Zitronenholz.
Das stehende und laufende Gut ist in 14 verschiedenen Stärken
ausgeführt. Die Verzierungen wurden in einer Form hergestellt aus
Epoxydharz und mit Messing-Pulver “vergoldet”. Die Flachreliefs sind aus
Messingblech, fototechnisch geätzt.
Bei dem Beiboot handelt es sich um eine Felukke, ebenfalls nach einer
Zeichnung von Chapman (s.o.).
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, die Bilder des Schiffsmodells näher zu
betrachten. Sie können 47 Bilder in Gruppen ansehen:
diverse
Gesamtansichten von allen Seiten, verschiedene
Blicke auf das Oberdeck, in die
Takelage, auf den
Rumpf und einige
Detailaufnahmen.
Wenn Sie auf ein einzelnes Bild klicken, sehen Sie dieses Bild in einer
großen Auflösung. Nur bei diesen großen Bildern können Sie erkennen,
wieviel Arbeit und Können wirklich in dem Kunstwerk steckt. Wenn Sie als
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Das hervorragend gearbeitete Schiffsmodell der arabischen Schebecke im
Maßstab 1 : 50 hat eine Länge von 97 cm, eine Breite von 25 cm und
eine Höhe von 79 cm.
Dieses Modell ist bereits verkauft und ist hier in der
Galerie
der Ehemaligen nur noch aufgeführt, um Modell-Liebhabern die
Möglichkeit zu geben, sich an den Bildern zu erfreuen und vielleicht
Hinweise zu bekommen, wenn sie selber ein solches Modell bauen.
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