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Die Yacht BRITANNIA
In "Beken of Cowes, Hundert Jahre Segeln, Edition Maritim" (siehe Linkliste) finden Sie viele Fotos der großen Yachten in Cowes ab 1880.
Das Schiff war ein Symbol für die "gute alte Zeit". Mit einem nicht ganz so großen (und bei weitem nicht so eleganten) Schiff bin ich 1979 über den Atlantik gesegelt. Einen solchen Segler als Modell zu bauen und die Eleganz des Originals abzubilden - das war eine Herausforderung! Nach dem Studium vieler Bilder der Beken of Cowes beschloß ich, einen Baukasten der Firma Mamoli zu nutzen, um zumindest beim Bau der Spanten Zeit zu sparen. Dieses Modell steht nicht zum Verkauf.
Viele Arbeitsschritte kann man auch auf der Terrasse ausführen. Der Spantenriß aus dem Mamoli-Bausatz scheint mir exakt, die vorgeschnittenen Teile ließen sich gut und schnell zusammenfügen. Da ich außer Klarlack keine Farbe auf Holz einsetzen wollte, habe ich die Wasserlinie durch eine Padouk-Leiste markiert.
Der Mamoli-Bausatz hatte nur wenige Punkte, die mir unsauber oder falsch erschienen. Der schlimmste war, daß in der Zweitbeplankung kein Steven vorgesehen war. Ich bin nach langem Überlegen dann leider der Bauanleitung gefolgt und habe am Bug im Überwasserschiff die Planken auf Stoß zusammengefügt. Das Unterwasserschiff habe ich dann doch mit Stevenleiste gebaut. Für das Deck, die Beschläge, die Takelage und die Schiffsausrüstung waren die zahlreichen Fotos der Beken of Cowes (u.a. bei Edition Maritim) die wesentliche Orientierung und eine große Hilfe.
Ein kleiner Nebeneffekt des Baus war die Italienisch-Einführung. Die Bauanleitung lag in Italienisch, Deutsch, Englisch und Französisch vor. Der deutsche Text war zum größten Teil in Ordnung oder ich konnte erraten, was gemeint war. Bei manchen Arbeitsschritten aber, wenn dieselben Sätze auch in Englisch und Französisch verhunzt waren, ging es nur mit Italienisch-Wörterbuch.
Das Unterwasserschiff habe ich mit Nußbaum beplankt, die Wasserlinie
und der Fockbaum sind Padouk, das Oberwasserschiff Birne, das Deck
Ahorn, die Seitenwände der Deckshäuschen Mahagoni, die Dächer und Luken
wieder Nußbaum, ebenso Mast und Spieren, das Schanzkleid innen
Buchsbaum. Zehn verschiedene Garne habe ich für Wanten, Fallen, Schoten
und anderes Tauwerk genommen. Die Segel habe ich selbst auf der
Nähmaschine meiner Schwiegermutter genäht (Carreras, Domingo und
Pavarotti halfen dabei), allein das Großsegel hat 55 Bahnen.
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